Jahr des Büffels

geschrieben von am Februar 11, 2021

Jahr des Büffels

Am 12. Februar beginnt mit dem chinesischen Neujahr ein Jahr des Büffels. Es endet am 31. Januar 22 und wird von der Wandlungsphase Metall und der Qualität Yin beherrscht.

Das Neujahrsfest heißt in China Frühlingsfest, da zu dieser Zeit, am 2. Neumond nach der Wintersonnenwende, die aufsteigende Energie in der Natur wieder spürbar wird. Auch wenn es in diesem Jahr noch sehr kalt ist: die Tage werden wieder länger und unter dem Schnee warten schon die ersten Frühblüher.

Was für ein Jahr steht uns nun bevor?

Vor unserem geistigen Auge steht vielleicht das Bild eines Büffels, der seit vielen Jahrhunderten unermüdlich, kraftvoll und genügsam seine Bahnen in den Reisfeldern Asiens zieht.

So assoziert man mit einem Büffeljahr Arbeit, Anstrengung und Verantwortung, die mit großer Geduld getragen wird. Es wird einem in diesem Jahr nichts geschenkt, aber wir können auf unsere Fähigkeit zu Ausdauer und Gelassenheit vertrauen.

Büffelgeborene gelten als fleißig, immer beschäftigt, diszipliniert und spartanisch. Sie können gut für andere sorgen und Verantwortung übernehmen. Dem Büffel fällt es schwer, Pausen zu machen und seine Ruhe und Gelassenheit kann schnell in Sturheit und Festhalten an Überkommenen ausarten.

Im Jahr der Corona Krise können wir die Fähigkeit mit Geduld, Kraft und Stärke, die Arbeit, die vor uns liegt, anzupacken, gut gebrauchen! Aber wir sollten uns auch Zeit nehmen für Qigong; besonders für die Übungen aus dem Stillen Qigong, die bei beharrlichem Üben zu heiterer Gelassenheit führen.

Das Element Metall, dass dieses Jahr prägt, gibt dem stoischen Büffel eine größere Dynamik, so dass er voller Selbstvertrauen und Beharrlichkeit seine Ziele erreicht. Die Qualität Yin fördert Ruhe, kann aber auch zu Phlegmatismus führen.

Im Neijingtu, der Landkarte des Inneren, die der Übung des „Kleinen Himmlischen Kreislaufs“ zugrunde liegt, sehen wir im mittleren Teil einen (Wasser-)Büffel, der einen Pflug zieht. Im Text dazu heißt es: „Das eiserne Rind pflügt das Feld, um goldenes Geld zu säen.“ Damit ist gemeint, dass wir unablässig, beharrlich, nicht abweichend, unsere Aufmerksamkeit (Yi) in der Übung sammeln sollten, um einen Schatz (goldenes Geld – steht symbolisch für die innere Entwicklung) zu erlangen.

Mein ist die ausgleichende Kraft,

die den Kreislauf des Lebens erhält.

Unbeweglich stehe ich angesichts

schwerer Prüfungen,

unbeirrbar, unanfechtbar.

Ich suche der Reinheit zu dienen,

die Bürde der Rechtschaffenheit zu tragen.

Treu den Gesetzten der Natur

drehe ich beharrlich das Rad des Schicksals.

So webe ich mein Geschick.

Ich bin der Büffel.

Aus: Das große Buch der chinesischen Astrologie

Anmerkung: Büffel gehören zu den Rindern, es ist die weibliche Form (Kuh) genauso wie die männliche Form (Bulle) gemeint

Vielen Dank an Gesa für das Foto!