Offen heißt nicht auf….

geschrieben von am Mai 24, 2020

Offen heißt nicht auf….

In den letzten Tagen ist viel von Öffnungen und Lockerungen der Corona Einschränkungen geredet worden, die Umsetzung ist vor Ort allerdings oft sehr schwierig.

Ich möchte hier kurz darstellen, was das im Einzelnen für meine Kurse bedeutet.

Bei den Volkshochschulen Schleswig und Glücksburg finden zunächst bis 31.07.20 keine Präsenzkurse statt.

In der VHS Flensburg beginnen ab dem 25.05. wieder einige Kurse. Für den Gesundheitsbereich ist es so, dass die Hygiengevorschriften nur einen Kurs pro Raum und Tag zulassen. Danach muss desinfiziert werden, aber dafür braucht es ausreichend Reinigungskräfte, die es so einfach nicht gibt. Normalerweise haben in jedem der Gesundheitsräume drei bis sechs Kurse pro Tag stattgefunden. D.h., das Angebot musste sehr ausgedünnt werden und es können nicht mehr als acht Teilnehmer/innen mitmachen.

Ich selber habe zwischen Mitte Mai und Mitte August keine VHS Kurse im Angebot (zum Spätsommerkurs ab 10.08. im nächsten Artikel mehr), da ich zu dieser Zeit im Meditationshaus Dietfurt sein sollte. Das Meditationshaus ist bis auf weiteres geschlossen.

Mein Vormittagskurs beim TSV Oeversee findet im Clubheim statt, der ist, da auch die Gastronomie betreffend, noch nicht freigegeben. Die Abstandsregel könnten wir hier auch nicht einhalten. Evtl. kann ein Kurs ab Anfang September an einem anderen Ort stattfinden.

Der Abendkurs findet im Musikraum der Grundschule Oeversee statt, hier sind wir vom Hygienekonzept der Grundschule abhängig, die natürlich zu allererst die Belange der Schule berücksichtigen muss und zur Zeit keine Außenstehenden in das Gebäude lassen kann.

Für meine privaten Kurse im Veranstaltungssaal der Waldsiedlung Tremmerup muss ich warten, wie die Vorschriften nach dem 05.06.20. sein werden.

Ich hoffe sehr, dass wir ab Anfang September wieder starten können, aber in welcher Form und mit wieviel Teilnehmern, kann zu Zeit niemand wissen.

Solange allgemeine Abstandsregeln gelten wird es Einschränkungen geben, besonders auch, was die Teilnehmerzahl betrifft. Dabei ich war immer glücklich darüber, dass die Kurse voll sind, so kann ein kraftvolles Qi-Feld entstehen!

Jetzt aber heißt es Warten, Geduld haben, Zuversicht – auch wenn es nicht immer leicht fällt.

Heute zum Abschluss zwei Haikus (alte japanische Gedichtform mit drei Zeilen),die durch ihr Schlichtheit und Poesie das Herz berühren können.

Am Frühlingsabend

kam mir so herrenlos vor

der alte Karren

Gyodai (1732-92)

Im weiten Garten

die weißen Bauernrosen

sind ein Stück Himmel

Buson (1715-83)

Die alte chinesische / japanische Schriftsprache kennt keine Satzzeichen, so ist auch hier darauf verzichtet worden.