Das Jahr des Hundes

geschrieben von am Februar 17, 2018

Das Jahr des Hundes

Das Chinesische Neujahrsfest wird auch Frühlingsfest genannt und berechnet sich nach dem zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende. Man wartet also auf eine Nacht, in der der Himmel leer ist und etwas Neues entstehen kann. Zu dieser Zeit „atmet“ der Kosmos allmählich wieder anders, das Werden des Frühlings ist zu erahnen!

In der Chinesischen Astrologie spielen nicht, wie im Westen, die Sternbilder eine Rolle, sondern zwölf archetypische Tierfiguren werden in einer bestimmten Reihenfolge mit ihrer spezifischen Energie zu Symbolfiguren eines Jahreslaufes.

Am 16.Februar 2018 hat das Jahr des Hundes begonnen und dauert noch bis zum 05. 02. 2019. Dieses Jahr steht nach zwei „Feuerjahren“ unter dem Einfluss des Elementes Erde.  Alle zwölf Jahre wiederholt sich das gleiche Tierkreiszeichen. Da jedes Zeichen nacheinander mit einem der fünf Wandlungsphasen (Feuer, Erde, Metall, Wasser, Holz) verbunden wird, tritt die genau gleich Kombination nur alle 60 (5×12) Jahre auf.

Der Hund steht für Mut, Gerechtigkeit und Verlässlichkeit – man kann annehmen, dass der treue Hofhund Pate stand, denn auch dem im Jahr des Hundes Geborenen sagt man einen Beschützerinstinkt und große Loyalität nach. Der Wunsch, diejenigen, für die man sich verantwortlich fühlt, tapfer zu verteidigen, ist zugleich die große Stärke dieses Zeichens, als auch eine Quelle von Konflikten. Dies trifft vor allem zu, wenn der Kreis zu eng gezogen wird und man nur noch die eigene Familie oder das eigene Land (Patriotismus!) gelten lässt.

Da in einem „Hundejahr“ der Gerechtigkeitssinn stark angesprochen wird, ist zu hoffen, dass sich die ihm zugeordneten Qualitäten wie Mitgefühl und Großherzigkeit entfalten können.  Traditionell gilt es als ein Jahr, in dem alle mildtätigen und großzügigen Vorhaben unter einem guten Stern stehen und auch das Miteinander und das Entstehen von Netzwerken wird gefördert, denn der „Hund“ liebt die Team-Arbeit.

Auch Kreativität und Kommunikationsfähigkeit gehören zu den Stärken des im Jahr des Hundes Geborenen und werden in einem solchen Jahr für alle Menschen eine besondere Rolle spielen. Neben den vielen guten Eigenschaften müssen die „Hunde“ allerdings immer aufpassen, dass sie über das Einsetzen für Andere ihre eigenen Angelegenheiten nicht vernachlässigen. Auch gehören trotz aller Freundlichkeit ein gewisser Pessimismus, vielleicht weil man es gar nicht schaffen kann, alle Ungerechtigkeit der Welt zu beseitigen,  und die Unfähigkeit eine Entscheidung zu treffen, zu seinen Eigenschaften.

Von besonderem Interesse ist, dass in diesem Jahr wieder die Wandlungsphase „Erde“ herrscht. Nach zwei „Feuerjahren“, die neben der wohltuenden (Herzens-)Wärme auch übergroße Dynamik, Egoismus und hitzige Konflikte im Gepäck haben können, tritt nun eine ruhigere Gesamtatmosphäre ein. Das Element Erde verleiht einen Sinn für solide, praktische Dinge und beharrliche und zuverlässige Ausführung. Dem „Erd-Hund“ wird nachgesagt, dass er diszipliniert und gewissenhaft für ein vertrauenswürdiges Miteinander arbeiten kann. In diesem Jahr sollten Fairness, praktische Lösungen, der Kampf gegen Unterdrückung, soziale Werte und Mitmenschlichkeit eine besondere Rolle spielen.   

Vielleicht liegt der Wert der Symbolik der Astrologie, im Osten wie im Westen. darin, dass sie uns archetypisch bestimmte Wesenszüge wiederspiegelt und so ein Verständnis für die menschliche Psyche, für heilsame und weniger heilsame Aspekte in unserem Wesen weckt.

Wenn wir in den kommenden zwölf Monaten Mitgefühl, Zuverlässigkeit und Großmut in uns  fördern, wird es wie von alleine ein gutes Jahr für uns alle!