Danke! Danke! Danke!

geschrieben von am Dezember 20, 2020

Danke! Danke! Danke!

Dieses Jahr war so besonders, verwirrend, unruhig, sonderbar – aber wie wir durch die Beschäftigung mit der Philosophie von Yin und Yang wissen, gibt es in jedem Aspekt unseres Daseins immer auch sein Gegenteil, wenn wir nur genau hinschauen – oder besser noch: still werden und hinlauschen….

Viele haben, gerade im ersten Lockdown, auch die Chance für die Natur gesehen, wenn wir Menschen mal ganz runterfahren. Vielleicht habt auch ihr die ruhigen Straßen genossen und selbst in der Stadt die Vögel besser gehört, den weiten blauen Himmel gesehen. Und manche merkten, dass sie gar nicht so viel brauchen, wie sie sonst immer einkaufen.

Gleichzeitig gab es viel Leid, körperliches Leid durch schwere Krankheitsverläufe, exisistenzielle Sorgen, Stress und Überforderung durch neue Anforderungen, wie Digitalisierung oder durch beengende Lebenssituationen.

Auch ich habe es als großen Stress erlebt, im Frühsommer nicht mehr zu wissen, wie es weitergeht. Aber gleichzeitig habe ich so viel Unterstützung bekommen und möchte heute einfach „Danke!!!“ dafür sagen:

Danke für Kursgebühren, die nicht zurück gefordert wurden, obwohl die Hälfte des Kurses ausfiel, danke für Geldspenden, die mir sehr geholfen haben! Danke für Mut machende Worte, danke für guten Zuspruch, was Online-Unterricht angeht! Danke für Hilfsangebote verschiedenster Art und danke, dass ihr mir die Treue gehalten habt!

Eigentlich fühle ich mich seit Jahren wirklich reich beschenkt durch so treue, interessierte, für alle möglichen Übungen offene und wissbegierige Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer!

Im Herbst 2020 wollte ich mein 30 jähriges Jubiläum als Qigong und Taijiquan Lehrerin feiern – auch 1990 hatte ich es dem freundlichen und ermunternden Zuspruch von Kursteilnehmer/innen zu verdanken, dass ich diesen wunderbaren Weg eingeschlagen habe!

Und immer wieder waren es eure Ermutigung, Anerkennung, die positiven Rückmeldungen und das gemeinsame Üben, das mich hat weitergehen lassen! Durch euch und mit euch habe ich viel gelernt, danke dafür!

So möchte ich heute einem Text aus dem „Lunyu“ (Gespräche des Kungzi, 5. vorchristliche Jahrhundert) wiedergeben, der das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden schön beschreibt:

„Der Meister sagte: Habe ich denn tatsächlich Wissen? Nein, ich habe kein Wissen. Wenn mich ein ganz gewöhnlicher Mensch etwas fragt, dann bin ich offen für ihn wie ein leerer Raum. Ich klopfe alle Enden seiner Frage ab und gebe dann mein Bestes“

Wie es mit dem Unterricht weitergeht, ob im Januar wieder Taijiquan (20.01. und 27.01.21) stattfinden kann – ich weiß es noch nicht. Vermutlich werde ich Online-Unterricht ausbauen, demnächst erfahrt ihr hier mehr.

Das Nicht-Wissen gehört ja zu den daoistischen Idealen und lässt uns nicht vorschnell Konzepte , Meinungen bilden und Urteile fällen und auch, wenn es mir nicht immer leicht fällt, : sich in diese offene Weite hinein zu entspannen und auszuhalten, dass es Unsicherheiten und Ambivalenzen gibt, lässt uns zuversichtlicher durch diese Krise gehen.

Dankbar bin ich übrigens auch dafür, dass die Bundesregierung nochmal nachgebessert hat und ich zumindest für November 75% des Vorjahresumsatztes als Direkthilfe (ohne Steuerberater) bekommen habe, für Dezember ist ähnliches geplant.

Ich wünsche allen eine friedliche, lebendige, erholsame, gemütliche, außergewöhnliche, ruhige und schöne Weihnachtszeit!